Ibp/Integrative Körperpsychotherapie

Ibp/Integrative Körperpsychotherapie

Gemäss unseres Menschenbildes verstehen wir den Menschen als Ganzheit, eingebunden in und in Beziehungen mit der Lebenswelt. Das Ibp Persönlichkeitsmodell mit seinen vier Persönlichkeitsanteilen ist eine Reduktion und Vereinfachung dieser wesensmässigen Ganzheit. Es bewährt sich in der praktischen Arbeit, hat jedoch keinen Anspruch auf Wahrheit oder Realität.

Wie jedes Modell ist es eine Landkarte und dient der Orientierung, ist aber nicht identisch mit der Landschaft selber. Rosenberg hat das Ibp Persönlichkeitsmodell auf der Grundlage verschiedener Quellen als vierschichtiges Modell konzipiert. Die vier Schichten des Schalenmodells sind nicht nur als Persönlichkeitsanteile zu verstehen, sondern auch als topographische Metapher. 

Der Kern der Persönlichkeit wird von den drei äusseren Schichten mehr oder weniger verdeckt und ist damit für die Person selbst und für andere nur schwer zugänglich. 

Beim Kennenlernen einer Person begegnen wir oft deren äussersten, der "Agency"- Schale: der netten, zugewandten, dienstwilligen Seite dieser Person, mit der ein guter, freundlicher Eindruck vermittelt werden soll. Viele Alltagsbeziehungen zeichnen sich durch Begegnungen vorwiegend über diese fassadenartige Schicht aus und bleiben im beidseitigen Nettsein stecken. 

Treffen wir auf den Schutz, respektiv "Charakterstil", einer Person, lernen wir deren unangenehmeren, sperrigen und irrartionalen Seiten kennen. Je nach Art des "Charakterstils" tendieren diese Verhaltensweisen mehr zu Abgrenzung, Autonomiebestreben und Distanz (Überflutungs-Typ) oder zur Anklammerung, Abhängigkeit, Nähe (Verlassenheits-Typ).

Besonders verwirrend wirkt es, wenn die Bestrebungen nach Nähe, respektive Distanz, sich mischen (kombinierter Verlassenheits-Überflutungs-Typ). 

Die Prägungen des Herkunftszenario (unsere genetische Ursprungsfamilie, aber auch wo, wie wir negativ oder positiv sozialisiert worden sind.) umfassen einerseits emotional überfordernde Erfahrungen, die verbunden sind mit oft abgewehrten, unbewältigten Gefühlen von Missachtung, Verletzungen, Schmerz, Trauer, Wut, Angst, Hilflosigkeit, Schul, Scham, Überwältigung, Entwürdigung etc.